Reparatur-, Garantie- und Ersatzteillieferungen – zollrechtlich sicher abwickeln
Reparaturen, Garantiefälle und Ersatzteillieferungen gehören zum Tagesgeschäft vieler Unternehmen – zollrechtlich zählen sie jedoch zu den anspruchsvollsten Konstellationen.
Unklare Abgrenzungen zwischen Rückwaren, freiem Verkehr und Veredelungsverfahren führen schnell zu unnötigen Abgaben, formellen Fehlern oder Beanstandungen im Rahmen von Zollprüfungen.
In dieser praxisnahen Schulung vermitteln wir Ihnen das notwendige zollrechtliche Know-how, um Reparatur-, Garantie- und Ersatzteillieferungen rechtssicher, effizient und prüfungsfest abzuwickeln.
Inhalte
Die Schulung kombiniert rechtliche Grundlagen, praxisorientierte Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen:
- Rückwaren nach Art. 203 UZK
Voraussetzungen, Fristen, Nachweispflichten und typische Fehlerquellen - Reparaturen: Rückware, freier Verkehr oder Veredelungsverfahren?
Entscheidungskriterien und Abgrenzung in der Praxis - Aktive und passive Veredelung
Anwendung bei Reparaturen, Genehmigungen, Fristen, Ausbesserungsschein - Garantie- und Austauschlieferungen
Zollrechtliche Besonderheiten und korrekte Verfahrenswahl - INF 3 und Formular 0328
Einsatz, Nachweisführung und praktische Umsetzung - Zollwert bei Reparaturen und beschädigten Waren
Wertermittlung, Abschreibung und Dokumentation - Präferenzrechtliche Auswirkungen
Territorialitätsprinzip, Ursprungserhalt, Drawback-Problematik - Intrastat bei Reparaturen und Veredelung
Meldepflichten und Abgrenzungen - Verfahrenscodes und ATLAS‑Praxis
Richtige Codierung von Aus‑ und Einfuhren
Ihr Nutzen
Nach der Schulung sind Sie in der Lage,
- Reparatur‑ und Garantiefälle zollrechtlich korrekt einzuordnen
- das wirtschaftlich sinnvollste Zollverfahren auszuwählen
- unnötige Zoll‑ und Steuerbelastungen zu vermeiden
- Nachweise (Nämlichkeit, Wert, Ursprung) prüfungsfest zu dokumentieren
- Risiken bei Zoll‑ und Außenhandelsprüfungen deutlich zu reduzieren
Zielgruppe
Die Schulung richtet sich insbesondere an:
- Zoll- und Außenhandelsverantwortliche
- Mitarbeiter:innen aus Einkauf, Logistik, Versand und Service
- Export‑/Import‑Sachbearbeiter:innen
- Fach‑ und Führungskräfte mit Verantwortung für internationale Warenbewegungen
Grundlegende Zollkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Schulungsformat
- Praxisnaher Vortrag mit Beispielen aus der Beratungspraxis
- Klare Abgrenzungen und Entscheidungshilfen
- Raum für Fragen und Diskussionen
Die Schulung eignet sich sowohl als offenes Seminar als auch als Inhouse‑Training, individuell angepasst an Ihre Unternehmensprozesse.